BASE-Jumping

Beim BASE-Jumping aus 300 Metern von einem Felsen abspringen? Warum so flach starten, wenn man bei einem Fallschirmsprung aus 10.000 Metern springen kann? Doch gerade die geringere Höhe und die Nähe zum Absprungobjekt machen für viele den BASE-Jumping-Reiz aus.

Adrenalin pur

BASE steht für Building, Antenna, Span und Earth, also Gebäude, Antennen, Brücken und Felsen. Das sind die Objekte, von denen die BASE-Jumper abspringen und dabei einen unglaublichen Adrenalinschub erleben. Nach einigen Sekunden im freien Fall öffnen sie ihren Fallschirm und schweben, den kürzlich erlebten Kick genießend, zu Boden.

Base-Jumping: Drei Base-Jumper - Foto von leafbug

Ist BASE-Jumping erlaubt?

Hochhäuser, Fernsehtürme, Brücken und Klippen, das klingt nach großer Auswahl, doch in Deutschland müssen Base-Jumping-Objekte zunächst geprüft und einzelne Sprünge vom deutschen Fallschirmsportverband genehmigt werden, bevor gesprungen werden darf. In der Vergangenheit zugelassene Gebäude waren beispielsweise der Fernsehturm am Alexanderplatz in Berlin sowie der Messeturm und der Maintower in Frankfurt. In Norwegen, Italien, Frankreich und in der Schweiz ist BASE-Jumping dagegen ohne Genehmigung gestattet. In der Schweiz befindet sich auch der beliebteste Ausübungsort für BASE-Jumping: das Lauterbrunnental. Hier gibt es gleich mehrere gerade Klippen, die ideal zum Hinunterspringen sind.

Darauf ist noch zu achten

Beim BASE-Jumping ist es wichtig, dass trotz geringer Absprunghöhe der Fallschirm rechtzeitig geöffnet wird. Der verwendete Schirm ist besonders groß und stabil und lässt sich schneller öffnen als ein gängiger Fallschirm. Er wird durch das Ziehen am Hilfsschirm geöffnet, bei niedrigen Sprüngen hat der BASE-Jumper den Hilfsschirm schon in der Hand.

Außerdem ist darauf zu achten, dass nur von vorragenden Objekten abgesprungen wird. Elementar ist zudem, dass der Schirm sorgfältig gepackt wird und zwar angepasst an die Sprunghöhe. Geschieht dies nicht, kann es zu einem so genannten Twist kommen, bei dem sich der BASE-Jumper um 180 Grad dreht und möglicherweise gegen das Absprungobjekt prallt.

Und nicht zu Letzt spielt auch die eigene Einstellung eine Rolle: Sprünge sollten nur durchgeführt werden, wenn man sich der Gefahr und den möglichen Konsequenzen bewusst ist und sich voll auf den Sprung konzentrieren kann.

Wingsuit beim BASE-Jumping

Um eine horizontale Flugrichtung zu erreichen und den Flug so zu verlängern, tragen manche BASE-Jumper einen Wingsuit. Er wird auch verwendet, um die Steuerung im freien Fall zu verbessern und den BASE-Jumper vom Absprungobjekt wegzutragen. Ein BASE-Jump mit Wingsuit wird WiSBASE-Jump genannt. Ein Wingsuit wird nicht nur beim BASE-Jumping, sondern auch beim Fallschirmspringen eingesetzt.

Interesse am BASE-Jumping geweckt?

Wenn wir euer Interesse an der Ausübung von BASE-Jumping geweckt haben, könnt ihr euch an den Verein Deutscher Objektspringer e.V.  oder an Southsidebase wenden. Bevor ihr euch aber ans BASE-Jumping wagt, müsst ihr erfahrene Fallschirm-Springer sein und über eine Sprunglizenz verfügen.